Eine Wärmepumpe kostet im Einfamilienhaus mit Einbau meist 20.000 bis 50.000 € – je nach Art, Haus und Aufwand. Echte Angebote für Luft-Wasser-Wärmepumpen lagen zuletzt im Mittel bei rund 35.000 €. Die KfW übernimmt davon in der Regel 30 bis 70 % der förderfähigen Kosten, und im Betrieb ist die Wärmepumpe meist deutlich günstiger als Gas oder Öl. Hier finden Sie alle Kosten nach Art, echte Angebotspreise, die Förderung mit Rechenbeispiel und die laufenden Kosten – mit Quellen.
Kurz gesagt: Was kostet eine Wärmepumpe 2026?
- Luft-Wasser mit Einbau: Median echter Angebote rund 34.900 € (Spanne ca. 21.000–54.000 €)
- Erdwärme (Sole-Wasser): rund 20.000–49.000 € inklusive Sonde oder Kollektor
- Zuschuss KfW 458: 30–70 % von höchstens 28.000 €, also 8.400–19.600 € (bei niedrigem Einkommen bis 22.400 €)
- Betrieb: im Einfamilienhaus (130 m²) rund 1.300 € im Jahr – Gas rund 1.930 €
- Wartung: rund 150–300 € im Jahr, kein Schornsteinfeger
Quellen: Verbraucherzentrale RLP (07/2026), ADAC (07/2026), 42watt (10/2026), KfW, co2online (09/2026) – Details unten. Stand: 21.10.2026.
Kosten nach Wärmepumpen-Art
Am stärksten unterscheiden sich die Kosten nach der Wärmequelle. Luft-Wasser-Wärmepumpen sind am günstigsten, weil keine Bohrung nötig ist. Erdwärme- und Grundwasser-Wärmepumpen kosten wegen der Erschließung mehr, arbeiten dafür effizienter.
| Art | Gerät | Gesamt mit Einbau |
|---|---|---|
| Luft-Wasser | 8.000–16.000 € | 15.000–31.000 € |
| Sole-Wasser mit Erdsonde | 10.000–18.000 € + Sonde 8.000–16.000 € | 25.000–49.000 € |
| Sole-Wasser mit Flächenkollektor | 10.000–18.000 € + Kollektor 3.000–10.000 € | 20.000–43.000 € |
| Wasser-Wasser (Brunnen) | 10.000–20.000 € | 21.000–50.000 € |
Gerätepreise und Erschließung: ADAC, 07/2026; Gesamtkosten: 42watt, 10/2026. Für Montage und Material (Leitungen, Pumpen, Speicher) rechnet der ADAC mit weiteren 7.000 bis 15.000 €. Bei Grundwasser-Wärmepumpen kommen Gutachten und Genehmigung der Unteren Wasserbehörde hinzu.
Eine Luft-Luft-Wärmepumpe (Split-Klimagerät) heizt über Innengeräte statt über Heizkörper und erwärmt kein Trinkwasser. Für ein Einfamilienhaus mit 130 m² und fünf Innengeräten nennt co2online rund 12.500 bis 17.500 € inklusive Installation (co2online, 09/2026). Welche Art zu Ihrem Haus passt, erklärt der Ratgeber Die 3 wichtigsten Wärmepumpen-Arten.
Was echte Angebote 2026 kosten
Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz hat 160 echte Angebote für Luft-Wasser-Wärmepumpen in Ein- und Zweifamilienhäusern ausgewertet, erstellt zwischen September 2025 und April 2026 (Verbraucherzentrale RLP, 07/2026):
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Median | 34.898 € |
| Mittelwert | 36.397 € |
| Spanne | 21.099–54.168 € |
| Kosten pro kW Heizleistung (Median) | 4.098 €/kW |
Gegenüber der Auswertung von 2025 sind die Preise praktisch gleich geblieben – die Verbraucherzentrale spricht von einem stagnierenden Preisniveau. Auffällig ist die große Streuung: Bei über 2.000 geprüften Angeboten wichen die Preise für vergleichbare Anlagen um bis zu 250 % voneinander ab (Verbraucherzentrale Hamburg, 09/2026). Oft fehlen außerdem Posten wie Fundament oder Zählerschrank im Angebot, was später mehrere Tausend Euro kosten kann (Verbraucherzentrale Energieberatung, 04/2026). Die echten Angebote liegen damit eher am oberen Ende der Richtwerte aus der Tabelle oben, weil sie alle Nebenarbeiten enthalten. Mehrere Angebote zu vergleichen lohnt sich deshalb besonders.
Altbau oder Neubau: Was den Preis treibt
Im Altbau kommen häufig Arbeiten an der Heizungsseite dazu: größere Heizkörper, ein hydraulischer Abgleich, Elektrik, Leitungen und Ventile. Der ADAC beziffert solche Zusatzarbeiten auf 5.000 bis 20.000 € (ADAC, 07/2026). Ob und wie viel davon nötig ist, zeigt eine raumweise Heizlastberechnung. Im Neubau ist die Heizung meist von Anfang an auf niedrige Vorlauftemperaturen ausgelegt, etwa mit Fußbodenheizung – dort entfallen diese Umbauten. Alle Details zum Bestand: Wärmepumpe im Altbau: Kosten, Förderung & Feldtest. Wer eine Gas- oder Ölheizung ersetzt, findet die Zusatzkosten für Gasanschluss und Tank unter Gasheizung auf Wärmepumpe umrüsten: Kosten 2026.
Förderung 2026: So viel zahlt die KfW
Den Heizungstausch fördert die KfW über das Programm 458 (Konditionen seit 21.07.2026, ADAC, 07/2026):
- Grundförderung: 30 % für alle Antragsteller.
- Klimageschwindigkeitsbonus: 16 % für Selbstnutzer, die eine Ölheizung oder eine mindestens 20 Jahre alte Gasheizung ersetzen.
- Einkommensbonus: 40 / 30 / 10 % bei zu versteuerndem Haushaltseinkommen bis 30.000 / 40.000 / 50.000 €.
- Grenzen: höchstens 70 % – 80 % nur bei Einkommen bis 30.000 € (mit Kind bis 40.000 €). Förderfähig sind höchstens 28.000 € für die erste Wohneinheit.
| Angebot 34.898 € (Median) | Zuschuss | Eigenanteil |
|---|---|---|
| Nur Grundförderung (30 %) | 8.400 € | rund 26.500 € |
| Mit Klimageschwindigkeitsbonus (46 %) | 12.880 € | rund 22.000 € |
| Höchstsatz ohne Sonderfall (70 %) | 19.600 € | rund 15.300 € |
Eigene Berechnung auf Basis der förderfähigen 28.000 €. Wichtig: Der Antrag muss vor Beginn der Arbeiten gestellt werden – mit „Bestätigung zum Antrag“ des Fachbetriebs und einem Vertrag mit Förderbedingung. Für Anträge ab 01.02.2027 sinkt der Klimageschwindigkeitsbonus auf 12 % und die förderfähigen Kosten auf 27.250 €; danach sollen sie halbjährlich um weitere 750 € sinken (KfW 458). Regionale Zusatzprogramme finden Sie auf unseren Seiten, etwa für Bayern, NRW oder Baden-Württemberg. Wer den Eigenanteil nicht auf einmal zahlen will: Wärmepumpe kaufen oder finanzieren.
Laufende Kosten: Strom, Wartung, Netzentgelt
Stromkosten
Der ADAC rechnet je nach Haus mit einem Verbrauch von 27 bis 42 kWh pro Quadratmeter und Jahr und mit Stromkosten von rund 750 bis 1.600 € im Jahr (ADAC, 07/2026). Günstiger wird es mit einem eigenen Wärmepumpentarif: Im Marktcheck der Verbraucherzentrale NRW kosteten solche Tarife mit separatem Zähler im Schnitt 24 ct/kWh plus rund 140 € Grundpreis im Jahr (Verbraucherzentrale NRW, 02/2026). Die günstigsten Tarife lagen 2026 laut Stiftung Warentest im Schnitt unter 22 ct/kWh (test.de, 10/2026). Beispiel: 5.000 kWh × 24 ct + 140 € Grundpreis = rund 1.340 € im Jahr. Wie Sie Ihren Verbrauch abschätzen: Wie viel Strom verbraucht eine Wärmepumpe im Jahr?
Günstigeres Netzentgelt nach § 14a EnWG
Neue Wärmepumpen sind „steuerbare Verbrauchseinrichtungen“. Der Netzbetreiber darf ihre Leistung im Notfall begrenzen, dafür sinkt das Netzentgelt: entweder als Pauschale von rund 110 bis 190 € im Jahr (Modul 1) oder um 60 % des Netzentgelt-Arbeitspreises mit eigenem Zähler (Modul 2) – im Beispiel der Verbraucherzentrale rund 330 € im Jahr bei 5.000 kWh. Modul 2 lohnt sich laut Verbraucherzentrale NRW meist ab etwa 4.000 kWh im Jahr (Verbraucherzentrale RLP, 02/2026).
Wartung und Lebensdauer
Für die Wartung nennt die Verbraucherzentrale rund 150 bis 300 € im Jahr plus Anfahrt; einen Schornsteinfeger braucht eine reine Wärmepumpenheizung nicht (Verbraucherzentrale, 04/2026). Luft-Wasser-Wärmepumpen halten typischerweise 15 bis 20 Jahre, Erdwärmepumpen 20 bis 25 Jahre (42watt, 08/2026). Mehr dazu: Welche Wartung benötigt eine Wärmepumpe? und Die Lebensdauer einer Wärmepumpe.
Heizkosten im Vergleich: Wärmepumpe, Gas, Öl
Der Heizspiegel von co2online vergleicht die jährlichen Heizkosten für ein Einfamilienhaus mit 130 m² (co2online, 09/2026):
| Heizung | 2025 | Prognose 2026 |
|---|---|---|
| Wärmepumpe | 1.260 € | 1.300 € |
| Erdgas | 2.040 € | 1.930 € |
| Heizöl | 2.145 € | 2.745 € |
Über 20 Jahre (2026 bis 2045) rechnet co2online für dasselbe Haus mit Heizkosten von rund 24.500 € für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe, 55.600 € für Gas und 67.200 € für Öl (co2online, 06/2026). Den CO2-Preis für Gas und Öl will der Bundestag auch 2027 bei 55 bis 65 € pro Tonne halten; ab 2028 soll der europäische Emissionshandel greifen, dessen Preisniveau offen ist (Bundestag, 10/2026). Den ausführlichen Vergleich finden Sie unter Wärmepumpe oder Gasheizung 2026.
Muss ich 2026 auf eine Wärmepumpe umsteigen?
Nein. Seit 29.07.2026 gilt das Gebäudemodernisierungsgesetz: Die 65-%-Vorgabe für neue Heizungen ist gestrichen, bestehende Heizungen dürfen weiterlaufen. Neue Öl- und Gasheizungen müssen aber ab 2029 steigende Anteile klimaneutraler Brennstoffe nutzen – 10 % ab 2029, 15 % ab 2030, 30 % ab 2035 und 60 % ab 2040 (co2online, 09/2026). Mehr dazu: Heizungsgesetz 2026.
So senken Sie die Kosten
- Mehrere Angebote vergleichen – und auf gleiche Leistungen achten: Fundament, Elektrik, Pufferspeicher, hydraulischer Abgleich, „bauseits“-Posten.
- Förderung vor Vertragsbeginn beantragen und prüfen, ob der Klimageschwindigkeitsbonus oder der Einkommensbonus greift.
- Nicht überdimensionieren: Die Leistung nach einer Heizlastberechnung wählen, nicht nach dem alten Kessel.
- Wärmepumpentarif und § 14a nutzen: eigener Zähler, Modul 1 oder 2.
- Mit Photovoltaik kombinieren: Eigener Solarstrom senkt die Stromkosten – Wärmepumpe mit Photovoltaik.
Häufige Fragen
Was kostet eine Wärmepumpe mit Einbau?
Für ein Einfamilienhaus meist 20.000 bis 50.000 €. In einer Auswertung echter Angebote für Luft-Wasser-Wärmepumpen (Verbraucherzentrale, 2026) lag der Median bei 34.898 €. Erdwärmepumpen kosten mit Sonde oder Kollektor rund 20.000 bis 49.000 €.
Wie viel Förderung gibt es 2026 für eine Wärmepumpe?
Die KfW zahlt 30 % Grundförderung, plus 16 % Klimageschwindigkeitsbonus beim Tausch einer Ölheizung oder einer mindestens 20 Jahre alten Gasheizung und bis zu 40 % Einkommensbonus. Insgesamt höchstens 70 % (bei niedrigem Einkommen 80 %) von maximal 28.000 € – also bis 19.600 € bzw. 22.400 €.
Was kostet eine Wärmepumpe im Betrieb pro Jahr?
Für ein Einfamilienhaus mit 130 m² rechnet co2online 2026 mit rund 1.300 € Heizkosten, der ADAC je nach Haus mit 750 bis 1.600 € Strom. Dazu kommen rund 150 bis 300 € Wartung.
Was kostet eine Erdwärmepumpe?
Mit Erdsonde rund 25.000 bis 49.000 €, mit Flächenkollektor rund 20.000 bis 43.000 € inklusive Einbau. Die Bohrung für die Sonde kostet laut ADAC 8.000 bis 16.000 €.
Lohnt sich eine Wärmepumpe 2026?
Meist ja: Laut co2online-Prognose kostet das Heizen mit Wärmepumpe 2026 rund 1.300 € im Jahr, mit Gas rund 1.930 € und mit Öl rund 2.745 €. Über 20 Jahre liegen die Heizkosten bei rund 24.500 € gegenüber 55.600 € für Gas. Entscheidend sind eine gute Planung und mehrere Angebote.
Fazit
Eine Wärmepumpe kostet mit Einbau meist 20.000 bis 50.000 €, typische Luft-Wasser-Angebote liegen bei rund 35.000 €. Mit der KfW-Förderung sinkt der Eigenanteil im Beispiel auf rund 15.300 bis 26.500 €, und im Betrieb ist die Wärmepumpe deutlich günstiger als Gas oder Öl. Weil die Angebote stark streuen, zahlt sich ein Vergleich aus: Wärmepumpen-Angebote vergleichen oder Ersparnis berechnen – kostenlos und unverbindlich.


