Die Photovoltaik Förderung 2026 funktioniert anders, als viele erwarten: Einen Zuschuss vom Bund für die Solaranlage auf dem Eigenheim gibt es nicht – dafür 0 % Mehrwertsteuer, Steuerfreiheit, einen KfW-Kredit und die Einspeisevergütung. Von den 16 Bundesländern zahlt nur Berlin einen Zuschuss für Photovoltaik mit Stromspeicher; sechs weitere bieten verbilligte Kredite. Dazu kommen einzelne Städte mit eigenen Programmen – von denen 2026 allerdings viele schon ausgeschöpft sind. Hier finden Sie den Stand für Bund, alle Bundesländer und die wichtigsten Städte – und warum die Inbetriebnahme bis zum 31. Dezember 2026 für Sie bares Geld wert sein kann.
Kurz gesagt: Photovoltaik & Speicher Förderung 2026
- Bund: kein Zuschuss, aber 0 % Mehrwertsteuer auf Anlage und Speicher, steuerfreie Einnahmen bis 30 kWp, KfW-Kredit 270 und 20 Jahre Einspeisevergütung (7,70 ct/kWh bis 10 kWp).
- Wichtigste Frist: Wer bis 31.12.2026 in Betrieb geht, behält die feste Einspeisevergütung 20 Jahre. Ab 2027 soll es für neue Anlagen laut EEG-Entwurf nur noch eine Übergangszahlung von 5,2 ct/kWh geben.
- Bundesländer: Zuschuss nur in Berlin (SolarPLUS, bis 4.750 € für PV mit Speicher). Verbilligte Kredite in Baden-Württemberg, Bremen, Hessen, NRW, Sachsen und Sachsen-Anhalt (ab 0,95 %). Die anderen Länder fördern Privathaushalte nicht.
- Städte: Zuschüsse z. B. in Stuttgart, Frankfurt, Darmstadt, Heidelberg, Regensburg, Osnabrück, Potsdam – Köln, Düsseldorf, Bonn, Karlsruhe, Freiburg und Kiel sind 2026 ausgeschöpft oder pausiert.
- Faustregel: Antrag fast immer vor der Auftragsvergabe stellen.
Quellen: Bundesnetzagentur, Senatsverwaltung Berlin (01/2026), Programmseiten der Förderbanken und Städte, pv magazine (10/2026) – Details unten. Stand Oktober 2026, alle Angaben ohne Gewähr.
Bund: kein Zuschuss, aber vier Vorteile für alle
Ein Zuschussprogramm des Bundes für private Photovoltaik oder Heimspeicher gibt es 2026 nicht; das letzte (KfW 442) ist beendet. Stattdessen profitiert jeder Hausbesitzer automatisch von diesen vier Regelungen:
| Förderung | Was Sie bekommen |
|---|---|
| 0 % Mehrwertsteuer | Auf Kauf und Montage von PV-Anlage, Wechselrichter und Stromspeicher am Wohnhaus (bis 30 kWp) fällt seit 2023 keine Umsatzsteuer an. Bei einer 22.000-€-Anlage sind das rund 4.200 € weniger als mit 19 %. |
| Steuerfreie Einnahmen | Einspeisevergütung und Eigenverbrauch sind bis 30 kWp je Wohneinheit einkommensteuerfrei – ohne Gewinnermittlung, ohne Steuererklärung für die Anlage. |
| Einspeisevergütung | Für Inbetriebnahme ab 1. August 2026: 7,70 ct/kWh bis 10 kWp (Volleinspeisung 12,22 ct), 6,66 ct bis 40 kWp – 20 Jahre lang garantiert. Alle Sätze: Einspeisevergütung 2026. |
| KfW-Kredit 270 | Kredit über die Hausbank für bis zu 100 % der Kosten inklusive Speicher; Laufzeit 5 bis 30 Jahre, effektiv ab rund 4,1 % (Stand 08/2026). Antrag vor Vorhabensbeginn. |
Nicht förderfähig ist die PV-Anlage über die Heizungsförderung (KfW 458) – auch nicht in Kombination mit einer Wärmepumpe. Wie Sie beides zusammen finanzieren, zeigt der Ratgeber Photovoltaik & Wärmepumpe finanzieren.
Die wichtigste Förderung 2026: Inbetriebnahme bis 31. Dezember
Die Bundesregierung hat am 29. Juli 2026 den Entwurf für das EEG 2027 beschlossen. Danach soll es für neue kleine Dachanlagen ab 1. Januar 2027 keine feste Einspeisevergütung mehr geben, sondern nur eine befristete Übergangszahlung von 5,2 ct/kWh für höchstens 36 Monate – anschließend Direktvermarktung oder unvergütete Einspeisung. Außerdem soll die Einspeisung neuer Anlagen auf 50 % der Anlagenleistung begrenzt werden. Die zweite und dritte Lesung im Bundestag, ursprünglich für Mitte Oktober geplant, wird laut pv magazine erst im November 2026 erwartet; das Gesetz ist also noch nicht beschlossen.
Sicher ist dagegen: Anlagen, die bis zum 31. Dezember 2026 in Betrieb gehen, behalten die heutige Vergütung für 20 Jahre. Bei einer 10-kWp-Anlage mit rund 6.000 kWh Einspeisung im Jahr macht der Unterschied zwischen 7,70 und 5,2 ct/kWh rund 150 € pro Jahr aus – über 20 Jahre etwa 3.000 €, und die Übergangszahlung endet ohnehin nach drei Jahren. Wer 2026 noch bauen will, sollte jetzt Angebote einholen: Zwischen Auftrag und Inbetriebnahme vergehen meist 6 bis 12 Wochen, und der Netzbetreiber braucht die Anmeldung rechtzeitig.
Photovoltaik Förderung nach Bundesland: alle 16 Länder
Nur ein Bundesland zahlt 2026 noch einen Zuschuss für Photovoltaik und Stromspeicher im Eigenheim. Sechs Länder bieten zinsverbilligte Kredite, die übrigen neun haben ihre Programme beendet oder nie eines gehabt. Details, Solarpflicht und Anlaufstellen finden Sie auf der Seite Ihres Bundeslands:
| Bundesland | Landesförderung PV & Speicher 2026 (Privathaushalte) |
|---|---|
| Baden-Württemberg | kein Zuschuss. L-Bank „Wohnen mit Zukunft: Photovoltaik“: Kredit ab 5.000 € für PV und Speicher, 5–30 Jahre, über die Hausbank |
| Bayern | kein Landesprogramm (10.000-Häuser-Programm seit 2022 geschlossen) |
| Berlin | SolarPLUS S: 250 € je kWp für PV mit Speicher, max. 4.750 €, plus 750 € Pauschale für den Zählerschrank; Mehrfamilienhäuser 30–50 %, max. 30.000 €. Antrag vor Auftragsvergabe bei der IBB; Richtlinie bis 31.12.2026 |
| Brandenburg | kein Programm für Privathaushalte (Landesförderung nur für Unternehmen). Potsdam: 200 €/kWp, max. 1.200 €, Speicher 1.000 € – Anträge bis 31.10.2026 |
| Bremen | kein Zuschuss. Bremer Aufbau-Bank: Kredit bis 50.000 € für PV und Speicher, 4–10 Jahre |
| Hamburg | kein Zuschuss für Module oder Speicher; nur Solargründach-Zuschlag (40 % der Unterkonstruktion, max. 50 €/m²) und Balkonkraftwerke für Haushalte mit geringem Einkommen |
| Hessen | kein Zuschuss. WIBank PV-Anlagen-Darlehen 10.000–50.000 € mit 1,5 Prozentpunkten Landeszinszuschuss (rund 2,8 % nominal), bis 31.12.2028 |
| Mecklenburg-Vorpommern | kein Programm für Dach-PV oder Speicher; Balkonkraftwerk-Zuschuss bis 500 € (Kontingent für Eigentümer ausgeschöpft) |
| Niedersachsen | kein Landesprogramm (Speicherförderung 2021 beendet). Regional: Osnabrück bis 20.000 €, Region Hannover (nur mit Dachdämmung) |
| Nordrhein-Westfalen | kein Zuschuss für private Dach-PV oder Heimspeicher (progres.nrw nur Sonderfälle wie Fassaden-PV). NRW.BANK-Kredit 2.500–150.000 € |
| Rheinland-Pfalz | kein Programm (Solar-Speicher-Programm ausgelaufen) |
| Saarland | kein Programm für Privathaushalte (PV-Speicher Saar nur für Unternehmen) |
| Sachsen | kein Zuschuss (Balkonkraftwerk-Förderung am 30.06.2026 ausgelaufen). SAB-Kredit „Klimafreundlicher Wohnen“ ab 20.000 € mit Zinsvergünstigung |
| Sachsen-Anhalt | kein Zuschuss, aber günstigster Landeskredit: „Sachsen-Anhalt MODERN“ 10.000–50.000 € je Wohneinheit, 0,95 % effektiv, für PV bis 30 kWp mit Speicher |
| Schleswig-Holstein | kein Landesprogramm (Antragsstopp seit November 2023). Städte: Elmshorn ab 01.10.2026 (bis ca. 700 € + 500 € Speicher); Kiel 2026 ausgesetzt |
| Thüringen | kein Landesprogramm (Solar Invest Ende 2022 eingestellt) |
Für die Wärmepumpe sieht es anders aus – dort zahlen Bund und mehrere Länder weiterhin Zuschüsse: Wärmepumpe Förderung 2026 nach Bundesland.
Städte: wo es 2026 noch Zuschüsse gibt
Kommunale Programme sind 2026 die wichtigste Quelle für echte Zuschüsse – aber die Töpfe sind klein und oft schon im Frühjahr leer. Diese Städte nehmen (Stand Oktober 2026) noch Anträge an:
| Stadt | Zuschuss PV / Speicher 2026 |
|---|---|
| Stuttgart | Solaroffensive: 300 €/kWp (Fassade 400 €), max. 30.000 €; Speicher 100 €/kWh, max. 10.000 €. Mittel 2026 ausgeschöpft – Anträge weiter möglich, Auszahlung ab 2027 |
| Frankfurt am Main | Klimabonus: 20 % der Kosten für PV, 20 % für Speicher (nur mit PV), max. 50.000 € je Gebäude; Antrag vor Bestellung |
| Darmstadt | 200 €/kWp, max. 6.000 €; Antrag nach Errichtung möglich |
| Heidelberg | 100 €/kWp Dach, 200 €/kWp Fassade, max. 10.000 € (Richtlinie seit 01.07.2026) |
| Regensburg | 100 €/kWp, max. 1.500 € (kein Speicher); Antrag vor Montage |
| Osnabrück | 400 €/kWp ab 8 kWp oder 30 % der Kosten, max. 20.000 €; bis 31.12.2027 |
| Potsdam | 200 €/kWp, max. 1.200 €; Speicher ab 5 kWh pauschal 1.000 €; Antragsfenster bis 31.10.2026 |
| Region Hannover | 150 €/m² PV plus 50 €/m² Dämmung, max. 50.000 € – nur zusammen mit Dachdämmung; proKlima-Zuschuss (100 €/kWp) nahezu ausgeschöpft |
| Elmshorn | 100 € + 100 €/kWp (max. 6 kWp), Speicher 500 €; neues Antragsfenster seit 01.10.2026 |
| Aachen | 200 €/kWp und 100 €/kWh Speicher – nur für Mehrfamilienhäuser und Gewerbe |
2026 ausgeschöpft oder pausiert: Köln (seit 28.09.2026, Fortsetzung 2027 nicht geplant), Düsseldorf (in Überarbeitung), Bonn, Karlsruhe (Neuauflage 2027), Freiburg (wieder ab 01.01.2027), Kiel, Göttingen, Braunschweig, Krefeld, Dortmund (seit 05.06.2026) und Essen. München fördert seit Ende 2024 keine Dachanlagen mehr, nur noch Balkonkraftwerke und Beratung. In Nürnberg, Augsburg, Wiesbaden, Münster, Dresden, Leipzig, Magdeburg, Rostock und Saarbrücken gibt es keinen städtischen PV-Zuschuss.
Tipp: Auch Stadtwerke zahlen gelegentlich 50 bis 500 € Prämie, meist an einen Stromvertrag gebunden (z. B. Stadtwerke Schwerin: 500 € PV plus 100 € Speicher). Fragen Sie Ihren Fachbetrieb – er kennt die lokalen Programme.
Rechenbeispiel: 10 kWp mit 10-kWh-Speicher
Was die Förderung 2026 unterm Strich bringt, zeigt eine typische Anlage für ein Einfamilienhaus mit 4.500 kWh Stromverbrauch. Die Kosten liegen 2026 bei rund 22.000 € inklusive Speicher und Montage – dank 0 % Mehrwertsteuer bereits ohne Umsatzsteuer (Stromspeicher-Preise im Vergleich).
| Posten | Betrag |
|---|---|
| Anlage 10 kWp + Speicher 10 kWh, montiert | 22.000 € |
| Mehrwertsteuer-Ersparnis gegenüber 19 % (bereits enthalten) | − 4.180 € |
| Zuschuss Berlin SolarPLUS S (250 €/kWp + 750 € Zählerschrank) | − 3.250 € |
| Zuschuss Stuttgart Solaroffensive (300 €/kWp + 100 €/kWh) | − 4.000 € |
| Eigenanteil in Berlin / Stuttgart / anderswo | 18.750 € / 18.000 € / 22.000 € |
| Ersparnis pro Jahr (Eigenverbrauch ca. 3.000 kWh à 38 ct + Einspeisung ca. 6.000 kWh à 7,70 ct) | rund 1.600 € |
| Amortisation | ca. 11–14 Jahre, danach rund 1.600 € Gewinn pro Jahr |
Ohne Speicher sinken die Kosten auf rund 14.000 € und die Amortisation auf 9 bis 11 Jahre. Ob sich der Speicher lohnt, hängt vom Verbrauch am Abend ab: Wie viel Strom bleibt nachts im Speicher?
So gehen Sie vor
- Programme prüfen: Erst Stadt, dann Land (Tabelle oben), dann KfW 270 – Zuschüsse von Stadt und Land sind meist kombinierbar, die KfW nur, wenn Sie dieselben Kosten nicht doppelt ansetzen.
- Angebote einholen: Bis zu 3 Angebote von Fachbetrieben vergleichen – mit Speicher, Wallbox-Vorbereitung und Netzanmeldung. Photovoltaik-Angebote anfordern.
- Antrag stellen: Fast überall vor der Auftragsvergabe (Ausnahme z. B. Darmstadt). Erst nach Zusage beauftragen.
- Inbetriebnahme 2026: Netzanmeldung durch den Fachbetrieb, Inbetriebnahme bis 31.12.2026 sichert 20 Jahre feste Einspeisevergütung; Registrierung im Marktstammdatenregister innerhalb eines Monats.
- Nachweise einreichen: Rechnung, Inbetriebnahmeprotokoll und Registrierung an die Förderstelle – dann wird ausgezahlt.
Häufige Fragen
Gibt es 2026 eine Photovoltaik Förderung vom Bund?
Keinen Zuschuss. Der Bund fördert über 0 % Mehrwertsteuer auf Anlage und Speicher, steuerfreie Einnahmen bis 30 kWp, den KfW-Kredit 270 und die Einspeisevergütung von 7,70 ct/kWh (bis 10 kWp, Inbetriebnahme ab 01.08.2026) für 20 Jahre.
Welches Bundesland fördert Photovoltaik 2026 mit Zuschuss?
Nur Berlin: SolarPLUS zahlt 250 € je kWp für eine PV-Anlage mit Speicher, maximal 4.750 €, plus 750 € für den Zählerschrank. Baden-Württemberg, Bremen, Hessen, NRW, Sachsen und Sachsen-Anhalt bieten verbilligte Kredite, die übrigen Länder nichts.
Wird der Stromspeicher 2026 gefördert?
Vom Bund nur über 0 % Mehrwertsteuer und den KfW-Kredit. Zuschüsse für Speicher gibt es in Berlin (nur zusammen mit PV), Stuttgart (100 €/kWh), Frankfurt (20 %), Potsdam (1.000 €) und Elmshorn (500 €).
Was ändert sich 2027 bei der Einspeisevergütung?
Laut Regierungsentwurf zum EEG 2027 soll es für neue kleine Anlagen ab 1. Januar 2027 statt der festen Vergütung nur eine Übergangszahlung von 5,2 ct/kWh für 36 Monate geben und die Einspeisung auf 50 % der Leistung begrenzt werden. Anlagen mit Inbetriebnahme bis 31.12.2026 behalten die heutigen Sätze 20 Jahre. Der Bundestag soll im November 2026 entscheiden.
Kann ich Zuschuss und KfW-Kredit kombinieren?
Ja, Stadt- und Landeszuschüsse lassen sich in der Regel mit dem KfW-Kredit 270 kombinieren, solange dieselben Kosten nicht doppelt gefördert werden. Berlin schließt die Kombination für identische Kosten aus.
Muss ich den Antrag vor dem Kauf stellen?
Fast immer ja: Bei Berlin, Stuttgart, Frankfurt, Regensburg, Potsdam und der KfW muss der Antrag vor der Auftragsvergabe bzw. vor Vorhabensbeginn gestellt sein. Ausnahmen wie Darmstadt erlauben den Antrag nach der Errichtung.
Fazit
Die Photovoltaik Förderung 2026 besteht für die meisten Hausbesitzer aus Mehrwertsteuerbefreiung, Steuerfreiheit und Einspeisevergütung – ein Zuschuss kommt nur in Berlin und einigen Städten dazu. Der größte Hebel ist derzeit der Termin: Wer bis Ende 2026 in Betrieb geht, sichert sich 20 Jahre feste Vergütung, bevor das EEG 2027 die Regeln ändert. Angebote vergleichen oder Ersparnis berechnen – kostenlos und unverbindlich.


